Renovierungen treiben 74,6 % des europäischen Fassadenfarbenmarkts, während die Absatzmengen um -0,4 % sinken

Der europäische Fassadenfarbenmarkt dürfte sich 2026 stabilisieren, eine vollständige Erholung bleibt jedoch außer Reichweite. Das Gesamtvolumen wird voraussichtlich leicht um 0,4 % auf 276,2 Millionen Liter zurückgehen, während der Marktwert um 1,2 % auf 2,1 Milliarden Euro steigen wird. Die Kluft zwischen sinkender Nachfrage und steigendem Wert verdeutlicht, dass sich der Markt nach mehreren Jahren des Rückgangs noch immer in einer Anpassungsphase befindet, wobei Preise und Produktmix die schwachen Absatzmengen teilweise ausgleichen.

Nach Hoffnungen auf eine Erholung im Jahr 2026 haben anhaltende Unsicherheiten in der Bautätigkeit, volatile Energiekosten und anhaltender Druck auf die Rohstoffversorgung die Erholung verzögert.

„Der Markt befindet sich nicht mehr im freien Fall, aber eine echte Erholung hat sich eindeutig verzögert“, sagt Juan Carraha, Autor der Studie. „2026 wird eher ein Jahr der Stabilisierung als des Wachstums sein.“

Deutschland und Frankreich, die beiden größten Märkte, verdeutlichen diese Entwicklung in Bezug auf das Volumen. Deutschland wird trotz eines starken Rückgangs von -4,4 % im Jahr 2025 voraussichtlich 2026 wieder ein leichtes Wachstum verzeichnen (+1,1 %) und damit seine Rolle als Stütze des Marktes festigen. Im Gegensatz dazu schrumpft Frankreich weiter, mit einem Rückgang der Absatzmengen um -4,2 % im Jahr 2025 und weiteren -2,7 % im Jahr 2026, was zeigt, dass Größe allein keine Garantie für Widerstandsfähigkeit ist.

Was das Volumen angeht, verlagert sich die Dynamik zunehmend auf kleinere Märkte. Spanien sticht mit einem starken Wachstum hervor (+2,9 % im Jahr 2025 und +3,7 % im Jahr 2026), das durch Sanierungsmaßnahmen und Energieeffizienzprogramme vorangetrieben wird. Auch Polen gewinnt an Fahrt und entwickelt sich von einem bescheidenen Wachstum (+0,2 % im Jahr 2025) hin zu einer solideren Expansion (+2,3 % im Jahr 2026). Diese Länder entwickeln sich besser als der allgemeine europäische Trend und erweisen sich volumenmäßig als wichtige Wachstumstreiber.

Gleichzeitig wird erwartet, dass der Markt im Jahr 2026 stärker wertorientiert sein wird. Fast drei Viertel der Nachfrage entfallen voraussichtlich auf Renovierungsprojekte (74,6 %), bei denen langlebigere und effizientere Lösungen zunehmend bevorzugt werden. Energieeffiziente Systeme wie EIFS werden voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen und 46,0 % des Gesamtvolumens ausmachen, da Nachhaltigkeitsanforderungen den Markt weiterhin prägen. In diesem Zusammenhang wird auch erwartet, dass silikonbasierte Farben ihre Position stärken und 32,5 % des gesamten Marktwerts ausmachen werden, unterstützt durch die wachsende Nachfrage nach langlebigerem Fassadenschutz.

Die Wettbewerbslandschaft bleibt stark fragmentiert, mit zahlreichen lokalen Anbietern in ganz Europa. Zu den wichtigsten Unternehmen im Fassadenfarbenmarkt zählen AkzoNobel, Brillux, Caparol, Cromology, Meffert, PPG, Prosol, Sniezka, Sto und Unikalo.

Mit Blick auf die Zukunft wird nun ab 2027 eine deutlichere Erholung erwartet. Bis 2029 dürfte der Markt wieder auf einen klareren Wachstumspfad zurückkehren und etwa 2,4 Milliarden Euro erreichen, wobei das Wachstumstempo im Vergleich zu früheren Zyklen moderat bleiben wird.

26/03/2026

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.

Juan Carraha

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Juan Carraha ist ein Analyst mit fundierten Kenntnissen in quantitativen und qualitativen Methoden, der sich darauf spezialisiert hat, mithilfe fortschrittlicher statistischer Analysen, Datenvisualisierung und Forschungstechniken verwertbare Erkenntnisse aus komplexen Datensätzen zu gewinnen - insbesondere in den Bereichen Wohnungsbau und Tourismus. Juan hat einen Abschluss in Soziologie sowie einen Master in Stadtentwicklung von der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile und einen Master in Big Data und Data Science von der Universität Barcelona.

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