Europäischer Markt für Aluminium-Profilsysteme zeigt kurzfristige Schwäche und mittelfristiges Erholungspotenzial

Interconnection Consulting hat eine neue Marktstudie veröffentlicht, die die Entwicklung des Marktes für Aluminium-Profilsysteme in sechs wichtigen europäischen Ländern analysiert – Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Polen. Die Studie zeigt einen Markt, der in den vergangenen zwei Jahren unter erheblichem Druck stand, ab 2025 jedoch wieder an Dynamik gewinnen dürfte. Treiber hierfür sind eine Erholung der Bautätigkeit, eine robuste Nachfrage im Nichtwohnungsbau sowie tragfähige langfristige Fundamentaldaten.

Marktüberblick: Rückgang 2024–2025 mit anschließendem Erholungsausblick

Nach einem Volumen von rund 518.000 Tonnen im Jahr 2023 verzeichnete der europäische Markt für Aluminiumprofile 2024 einen Rückgang von -4,4 % auf etwa 495.000 Tonnen. Dieser Abwärtstrend dürfte sich 2025 fortsetzen, wobei ein weiterer Rückgang um -1,8 % auf rund 486.000 Tonnen erwartet wird. Diese Entwicklung spiegelt die allgemeine Abschwächung der europäischen Baukonjunktur wider, die durch Inflationsdruck, hohe Zinsen und verschobene Bauinvestitionen geprägt ist.

Wertmäßig sank der Markt von 3,3 Mrd. € im Jahr 2023 auf 3,1 Mrd. € im Jahr 2024 (-6,1 %). Für 2025 wird eine leichte Erholung (+0,7 %) erwartet, bevor der Markt in eine stärkere Wachstumsphase eintritt. Zwischen 2025 und 2028 wird für den Markt für Aluminium-Profilsysteme in den europäischen Top-6-Ländern ein durchschnittliches jährliches Wachstum (CAGR) von +7,0 % prognostiziert, wodurch bis 2028 ein Marktvolumen von nahezu 3,9 Mrd. € erreicht werden soll.

Dieser mittelfristige Wachstumsausblick wird durch verbesserte makroökonomische Rahmenbedingungen, nachlassende Finanzierungsrestriktionen, steigende Baupreise sowie eine wieder anziehende Investitionstätigkeit – insbesondere im Nichtwohnungsbau und im Neubau – unterstützt.

Regionale Dynamik: Südeuropa outperformt, zentrale Märkte hinken hinterher

Die regionale Entwicklung innerhalb Europas zeigt deutliche Unterschiede. Spanien hebt sich kurzfristig als stärkster Markt hervor, getragen von vergleichsweise robusteren Entwicklungen im Bausektor und einer schnelleren Normalisierung der Nachfrage. Für den Zeitraum von 2025 bis 2028 wird erwartet, dass die südeuropäischen Märkte über dem europäischen Durchschnitt von +7,0 % Wert-CAGR wachsen, wodurch Spanien zu den sich am schnellsten erholenden Märkten für Aluminiumprofile innerhalb der europäischen Top 6 zählt.

Im Gegensatz dazu waren die zentral- und westeuropäischen Märkte – insbesondere Deutschland sowie in geringerem Maße Großbritannien und Frankreich – stärker von der Baukonjunkturflaute betroffen. Deutschland allein steht für rund 23,1 % der gesamten Aluminiumprofilmengen in den europäischen Top 6 und liegt in der aktuellen Phase leicht unter dem europäischen Durchschnitt.

Dennoch dürften diese Märkte in der Erholungsphase eine Schlüsselrolle spielen, gestützt durch ihre große Marktgröße, starke Nichtwohnungsbau-Segmente und sich ab 2025 verbessernde Investitionsbedingungen. Wertmäßig wird für Deutschland das höchste Wachstum erwartet, mit einem prognostizierten CAGR von +8,1 % zwischen 2025 und 2028.

Entwicklung nach Produktgruppen: Fassaden mit dem größten Erholungspotenzial

Nach Produktgruppen betrachtet bleiben Fenster im Jahr 2025 das größte Anwendungssegment und machen rund 40 % der gesamten Aluminiumprofilmengen in den europäischen Top 6 aus. Trotz ihrer führenden Position verzeichnen Fenstersysteme im Vergleich zum Vorjahr einen moderaten Rückgang, bedingt durch die schwächere Wohnbautätigkeit.

Auch Türen sowie Schiebe- und Hebeschiebetürsysteme verzeichneten 2025 leichte Rückgänge im Einklang mit der Abschwächung im Wohnungsbau.

Fassaden hingegen haben sich während des Abschwungs als die widerstandsfähigste Produktgruppe erwiesen und verzeichneten 2025 nur einen marginalen Rückgang. Für die Zukunft wird erwartet, dass Fassaden die Markterholung anführen und das stärkste Mengenwachstum mit einem CAGR von +4,2 % zwischen 2025 und 2028 erzielen. Dieser Trend spiegelt zunehmende Investitionen in Nichtwohngebäude, energieeffiziente Gebäudehüllen sowie architektonische Modernisierungsprojekte wider.

Die durchschnittlichen Preise pro Tonne über alle Produktgruppen hinweg dürften weitgehend stabil bleiben, mit einem moderaten Aufwärtstrend im Prognosezeitraum.

Nachfragestruktur: Nichtwohnungsbau und Neubau als zukünftige Wachstumstreiber

Aus Nachfragesicht bleibt das Wohnsegment am stärksten von der Baukonjunkturabschwächung betroffen. Die Mengen werden zwischen 2024 und 2025 voraussichtlich um weitere -2,7 % zurückgehen. Wohnanwendungen dürften bis mindestens 2026 unter einem Anteil von 70 % am gesamten Marktvolumen bleiben.

Demgegenüber zeigt die Nachfrage im Nichtwohnungsbau eine höhere Widerstandsfähigkeit, gestützt durch öffentliche, gewerbliche und infrastrukturelle Investitionen. Nach einem nur leichten Rückgang im Jahr 2025 (-0,6 %) wird erwartet, dass dieses Segment die Markterholung anführt und mit einem Mengen-CAGR von rund +4,5 % zwischen 2025 und 2028 das stärkste Wachstum erzielt.

Renovierungen dominieren weiterhin die aktuelle Nachfrage, insbesondere in Südeuropa, während der Neubau kurzfristig unter Druck bleibt. Mittelfristig wird jedoch erwartet, dass der Neubau zum wichtigsten Wachstumstreiber wird. Unterstützt durch verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und erneuerte Projektpipelines soll er zwischen 2025 und 2028 in den europäischen Top 6 das höchste Mengenwachstum mit einem CAGR von rund +6,0 % verzeichnen.

12.12.2025
Copyright: Interconnection Consulting. Veröffentlichung honorarfrei bei Berichterstattung über die Studie und Interconnection Consulting.

13/01/2026

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.

Stefano Armandi

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Seit 2013 ist Stefano Armandi bei Interconnection Consulting für die Erstellung von Studien und Beratungsprojekten zuständig. Er ist Experte im Bereich Market Intelligence und Internationale Volkswirtschaft, vor allem im Bereich der Entwicklung von Prognosemodellen. Stefano Armandi arbeitete zuvor jahrelang als Unternehmensberater, davor in der Forschung und Lehre an der International University Vienna tätig. Stefano Armandi studierte Volkswirtschaft an der Universität Rom und promovierte in Politikwissenschaft an der Universität Mailand.

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