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Vom Abschwung zur Stabilisierung: Europas Märkte im Übergang

Laut der von Interconnection Consulting veröffentlichten Studie hat der europäische Markt für Sanitärrohre und -armaturen zwischen 2023 und 2025 eine außergewöhnlich herausfordernde Phase durchlaufen. Während die anhaltende Abschwächung des Bausektors einen zentralen Treiber darstellt, lassen sich die Marktentwicklungen nicht allein auf die Bautätigkeit zurückführen. In ganz Europa haben länderspezifische geopolitische Spannungen, makroökonomische Unsicherheiten sowie divergierende politische Rahmenbedingungen die Investitionsentscheidungen und das Marktvertrauen zusätzlich belastet. Darüber hinaus haben staatlich geförderte Renovierungsprogramme sowie die Verschiebung von Bauprojekten die traditionell stabile Beziehung zwischen Bautätigkeit und Nachfrage nach Sanitärrohren und -armaturen gestört, was zu einem deutlich weniger vorhersehbaren Marktumfeld geführt hat.

In den Top-20-Ländern Europas erreichten die Verkäufe im Jahr 2024 rund 2,01 Milliarden Meter Sanitärrohre sowie 1,50 Milliarden Einheiten Sanitärarmaturen. Die Gesamtsituation des Marktes bleibt auch 2025 herausfordernd, wenngleich sich das Tempo des Rückgangs im Vergleich zu 2024 voraussichtlich abschwächen wird. Aktuelle Schätzungen gehen von einem Mengenrückgang von etwa -5,1 % bei Sanitärrohren und -5,7 % bei Sanitärarmaturen aus. Trotz dieses kurzfristigen Drucks zeigen die mittelfristigen Aussichten jedoch Anzeichen einer Stabilisierung.

Unterschiedliche Entwicklungen in Europas größten Märkten

Der europäische Markt für Sanitärrohre und -armaturen wird von Deutschland angeführt, gefolgt vom Vereinigten Königreich, Polen, Frankreich und Russland. Obwohl diese Länder jeweils von unterschiedlichen internen Faktoren beeinflusst werden, die Angebot und Nachfrage prägen, fungieren sie aufgrund ihres hohen Marktgewichts als Trendsetter für den gesamteuropäischen Markt. Zusammengenommen vereinen diese fünf Länder 61 % des gesamten Marktanteils, was ihren überproportionalen Einfluss auf die Marktdynamik unterstreicht.

Trotz dieser gemeinsamen Bedeutung bestehen jedoch erhebliche Unterschiede: Ungleichmäßige Infrastrukturinvestitionen, schwankende Energiekosten und länderspezifische regulatorische Änderungen führen zu kontrastierenden Marktentwicklungen. Diese Divergenz verdeutlicht, dass ein „One-Size-Fits-All“-Ansatz nicht mehr angemessen ist und Strategien gezielt an die spezifischen Dynamiken, Risikoprofile und Wachstumspotenziale der einzelnen Märkte angepasst werden müssen.

Strukturelle Unterschiede: Nordische Märkte im Vergleich zum restlichen Europa

Die nordischen Länder weisen eine deutlich andere Entwicklung auf als andere europäische Märkte. Im Jahr 2024 verzeichnete die skandinavische Region die stärksten Rückgänge unter den Top-20-Ländern Europas, wobei Finnland mit einem Rückgang von rund -42,5 % die stärkste Kontraktion aufwies und damit das schwächste Marktjahr verzeichnete. Norwegen erlitt zwar einen geringeren Rückgang, registrierte jedoch ebenfalls den stärksten Einbruch der letzten Jahre.

Diese negativen Entwicklungen sind in erster Linie auf eine deutliche Abschwächung der Investitionen im Bausektor sowie auf einen Rückgang der Baugenehmigungen zurückzuführen, insbesondere im Wohnungsbau. Einflussfaktoren sind hierbei die Normalisierung der Bautätigkeit nach der Pandemie sowie nationale Wohnungspolitiken. Gleichzeitig spielten auch die hohen Zinssätze eine bedeutende Rolle. Trotz unterschiedlicher Ausprägung verdeutlicht der gemeinsame Trend die hohe Sensitivität der Nachfrage nach Sanitärrohren und -armaturen gegenüber strukturellen Veränderungen in der Bautätigkeit und in politischen Rahmenbedingungen und unterstreicht die heterogene Entwicklung der europäischen Märkte.

Anwendungen und Materialien: Von Standardlösungen hin zu Systemdenken

Der europäische Markt für Sanitärrohre und -armaturen weist im Jahr 2025 moderate Schwankungen innerhalb seiner drei Hauptanwendungssegmente auf. Warm- und Kaltwasserinstallationen behaupten mit einem Marktanteil von 39,7 % ihre führende Position, werden jedoch zunehmend von Flächenheiz- und -kühlsystemen herausgefordert, die an Bedeutung gewinnen und ab 2026 voraussichtlich den ersten Platz in Bezug auf den mengenmäßigen Marktanteil einnehmen werden. Heizkörperanschlussrohre bleiben das kleinste Segment. In den nordischen Ländern dominieren Flächenheiz- und -kühlsysteme weiterhin aufgrund historischer Adoptionsmuster, energieeffizienter Prioritäten und spezifischer Baupraktiken.

Materialseitig bleibt Kunststoff in ganz Europa das dominierende Rohrmaterial, geschätzt für seine Kosteneffizienz, sein geringes Gewicht, die einfache Installation und seine chemische Beständigkeit. Bei Armaturen hingegen führen Mehrschichtlösungen den Markt an und erreichen laut Interconnection-Daten im Jahr 2025 einen geschätzten Marktanteil von 32,5 %. Diese Mehrschichtarmaturen kombinieren die Vorteile von Polymeren – Flexibilität und Ungiftigkeit – mit jenen von Metallen wie Druck- und Temperaturbeständigkeit sowie Dimensionsstabilität. Dadurch wird eine optimale Leistungsfähigkeit und erhöhte Langlebigkeit erzielt, insbesondere in komplexen Systemen. Die Materialwahl ist eng mit dem jeweiligen Anwendungsbereich verknüpft und wird sich laut Branchenexperten in den kommenden Jahren zunehmend zugunsten klimafreundlicher Technologien entwickeln.

Ausblick: Eine schrittweise Neuausrichtung statt einer schnellen Erholung

Der europäische Markt für Sanitärrohre und -armaturen dürfte sich in den kommenden Jahren stabilisieren, wobei 2025 voraussichtlich das Ende des dreijährigen Negativtrends in den meisten Ländern markiert. Mit Blick nach vorn erscheint die Zukunft vielversprechend, und der Markt dürfte sich schrittweise erholen. Interconnection prognostiziert für den Zeitraum von 2025 bis 2028 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 5 %, was eine stetige Erholung der Nachfrage in ganz Europa widerspiegelt.

Ab 2027 wird eine Phase einer stärkeren kurzfristigen Erholung erwartet, getragen von erneuten Investitionen in die Infrastruktur sowie einer nachhaltigen Expansion sowohl im Bau- als auch im Industriesektor. Insgesamt deutet der Ausblick auf ein günstiges Marktumfeld hin, das durch stabile und wachsende Nachfrage, eine zunehmende Präferenz für leistungsstarke und nachhaltige Materialien sowie die fortgesetzte Verbreitung systemorientierter Lösungen gekennzeichnet ist.

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Europäischer Markt für Aluminium-Profilsysteme zeigt kurzfristige Schwäche und mittelfristiges Erholungspotenzial

Interconnection Consulting hat eine neue Marktstudie veröffentlicht, die die Entwicklung des Marktes für Aluminium-Profilsysteme in sechs wichtigen europäischen Ländern analysiert – Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Polen. Die Studie zeigt einen Markt, der in den vergangenen zwei Jahren unter erheblichem Druck stand, ab 2025 jedoch wieder an Dynamik gewinnen dürfte. Treiber hierfür sind eine Erholung der Bautätigkeit, eine robuste Nachfrage im Nichtwohnungsbau sowie tragfähige langfristige Fundamentaldaten.

Marktüberblick: Rückgang 2024–2025 mit anschließendem Erholungsausblick

Nach einem Volumen von rund 518.000 Tonnen im Jahr 2023 verzeichnete der europäische Markt für Aluminiumprofile 2024 einen Rückgang von -4,4 % auf etwa 495.000 Tonnen. Dieser Abwärtstrend dürfte sich 2025 fortsetzen, wobei ein weiterer Rückgang um -1,8 % auf rund 486.000 Tonnen erwartet wird. Diese Entwicklung spiegelt die allgemeine Abschwächung der europäischen Baukonjunktur wider, die durch Inflationsdruck, hohe Zinsen und verschobene Bauinvestitionen geprägt ist.

Wertmäßig sank der Markt von 3,3 Mrd. € im Jahr 2023 auf 3,1 Mrd. € im Jahr 2024 (-6,1 %). Für 2025 wird eine leichte Erholung (+0,7 %) erwartet, bevor der Markt in eine stärkere Wachstumsphase eintritt. Zwischen 2025 und 2028 wird für den Markt für Aluminium-Profilsysteme in den europäischen Top-6-Ländern ein durchschnittliches jährliches Wachstum (CAGR) von +7,0 % prognostiziert, wodurch bis 2028 ein Marktvolumen von nahezu 3,9 Mrd. € erreicht werden soll.

Dieser mittelfristige Wachstumsausblick wird durch verbesserte makroökonomische Rahmenbedingungen, nachlassende Finanzierungsrestriktionen, steigende Baupreise sowie eine wieder anziehende Investitionstätigkeit – insbesondere im Nichtwohnungsbau und im Neubau – unterstützt.

Regionale Dynamik: Südeuropa outperformt, zentrale Märkte hinken hinterher

Die regionale Entwicklung innerhalb Europas zeigt deutliche Unterschiede. Spanien hebt sich kurzfristig als stärkster Markt hervor, getragen von vergleichsweise robusteren Entwicklungen im Bausektor und einer schnelleren Normalisierung der Nachfrage. Für den Zeitraum von 2025 bis 2028 wird erwartet, dass die südeuropäischen Märkte über dem europäischen Durchschnitt von +7,0 % Wert-CAGR wachsen, wodurch Spanien zu den sich am schnellsten erholenden Märkten für Aluminiumprofile innerhalb der europäischen Top 6 zählt.

Im Gegensatz dazu waren die zentral- und westeuropäischen Märkte – insbesondere Deutschland sowie in geringerem Maße Großbritannien und Frankreich – stärker von der Baukonjunkturflaute betroffen. Deutschland allein steht für rund 23,1 % der gesamten Aluminiumprofilmengen in den europäischen Top 6 und liegt in der aktuellen Phase leicht unter dem europäischen Durchschnitt.

Dennoch dürften diese Märkte in der Erholungsphase eine Schlüsselrolle spielen, gestützt durch ihre große Marktgröße, starke Nichtwohnungsbau-Segmente und sich ab 2025 verbessernde Investitionsbedingungen. Wertmäßig wird für Deutschland das höchste Wachstum erwartet, mit einem prognostizierten CAGR von +8,1 % zwischen 2025 und 2028.

Entwicklung nach Produktgruppen: Fassaden mit dem größten Erholungspotenzial

Nach Produktgruppen betrachtet bleiben Fenster im Jahr 2025 das größte Anwendungssegment und machen rund 40 % der gesamten Aluminiumprofilmengen in den europäischen Top 6 aus. Trotz ihrer führenden Position verzeichnen Fenstersysteme im Vergleich zum Vorjahr einen moderaten Rückgang, bedingt durch die schwächere Wohnbautätigkeit.

Auch Türen sowie Schiebe- und Hebeschiebetürsysteme verzeichneten 2025 leichte Rückgänge im Einklang mit der Abschwächung im Wohnungsbau.

Fassaden hingegen haben sich während des Abschwungs als die widerstandsfähigste Produktgruppe erwiesen und verzeichneten 2025 nur einen marginalen Rückgang. Für die Zukunft wird erwartet, dass Fassaden die Markterholung anführen und das stärkste Mengenwachstum mit einem CAGR von +4,2 % zwischen 2025 und 2028 erzielen. Dieser Trend spiegelt zunehmende Investitionen in Nichtwohngebäude, energieeffiziente Gebäudehüllen sowie architektonische Modernisierungsprojekte wider.

Die durchschnittlichen Preise pro Tonne über alle Produktgruppen hinweg dürften weitgehend stabil bleiben, mit einem moderaten Aufwärtstrend im Prognosezeitraum.

Nachfragestruktur: Nichtwohnungsbau und Neubau als zukünftige Wachstumstreiber

Aus Nachfragesicht bleibt das Wohnsegment am stärksten von der Baukonjunkturabschwächung betroffen. Die Mengen werden zwischen 2024 und 2025 voraussichtlich um weitere -2,7 % zurückgehen. Wohnanwendungen dürften bis mindestens 2026 unter einem Anteil von 70 % am gesamten Marktvolumen bleiben.

Demgegenüber zeigt die Nachfrage im Nichtwohnungsbau eine höhere Widerstandsfähigkeit, gestützt durch öffentliche, gewerbliche und infrastrukturelle Investitionen. Nach einem nur leichten Rückgang im Jahr 2025 (-0,6 %) wird erwartet, dass dieses Segment die Markterholung anführt und mit einem Mengen-CAGR von rund +4,5 % zwischen 2025 und 2028 das stärkste Wachstum erzielt.

Renovierungen dominieren weiterhin die aktuelle Nachfrage, insbesondere in Südeuropa, während der Neubau kurzfristig unter Druck bleibt. Mittelfristig wird jedoch erwartet, dass der Neubau zum wichtigsten Wachstumstreiber wird. Unterstützt durch verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und erneuerte Projektpipelines soll er zwischen 2025 und 2028 in den europäischen Top 6 das höchste Mengenwachstum mit einem CAGR von rund +6,0 % verzeichnen.

12.12.2025
Copyright: Interconnection Consulting. Veröffentlichung honorarfrei bei Berichterstattung über die Studie und Interconnection Consulting.

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Shifting Surfaces: Europas Markt für vorgehängte hinterlüftete Fassaden tritt in eine neue Wachstumsphase ein

Der europäische Markt für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (Rainscreen Cladding) steuert nach Jahren uneinheitlicher Entwicklung in den Bausektoren auf einen stabileren Wachstumspfad zu. Für 2025 wird in den wichtigsten europäischen Ländern eine Gesamtnachfrage von 52,4 Millionen m² erwartet – ein Anstieg von +2,7 %. Der Marktwert dürfte 2,87 Milliarden Euro erreichen und damit die seit 2023 beobachtete schrittweise Erholung fortsetzen. Bis 2028 wird ein weiterer Anstieg auf 3,32 Milliarden Euro prognostiziert, getragen von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von +3,2 % im Absatz. Die Ergebnisse stammen aus dem aktuellen IC Market Tracking: Rainscreen Cladding in Europe von Interconnection Consulting, das Entwicklungen in zwölf europäischen Ländern analysiert. Trotz des positiven Gesamttrends bleibt der Markt 2025 deutlich heterogen. Die drei größten Länder – das Vereinigte Königreich (+2,1 %), Deutschland (-2,0 %) und Frankreich (+1,4 %) – vereinen 51,5 % der gesamten Nachfrage und prägen damit maßgeblich die europäische Marktdynamik. Gleichzeitig zeigen kleinere Märkte wie Österreich (-6,8 %), die Tschechische Republik (+1,9 %) und die Slowakei (-1,1 %) eine zunehmende Leistungsdivergenz. Während Österreich unter schwächeren Investitionsbedingungen leidet, profitiert Tschechien von moderaten Renovierungsimpulsen, und die Slowakei bleibt leicht rückläufig. „Die Erholung ist real, aber ihr Puls ist unregelmäßig“, erklärt Juan Carraha, Market Analyst bei Interconnection Consulting. „Hersteller müssen divergierende regionale Dynamiken navigieren – während südeuropäische Länder durch Renovierungsanreize wieder aufleben, bleibt ein Teil Mitteleuropas weiterhin in schwacher Neubautätigkeit verankert.“ Auch Materialpräferenzen prägen die Wettbewerbsstrategie. Aluminiumverkleidungen führen mit einem Volumenanteil von 24,4 % und behalten ihre Attraktivität aufgrund ihrer Langlebigkeit und architektonischen Flexibilität. Faserzement macht 17,3 % aus, gefolgt von Hochdrucklaminaten (14,6 %) sowie Stahl-/Metalllösungen (14,5 %). Bemerkenswert ist, dass Stahl- und Metallverkleidungen zwischen 2025 und 2028 einen Wert-CAGR von +4,2 % verzeichnen, angetrieben durch Leistungsverbesserungen im Nichtwohnbausektor. Holz-, Keramik-, Stein-, Vinyl- und Nischenmaterialien bilden ein vielfältiges Long-Tail-Segment. Trends bei den Plattengrößen verstärken die Marktbewegung hin zu größeren Fassadenelementen: 56,1 % der Installationen überschreiten 0,4 m², da Architekten und Bauunternehmer zunehmend schnellere Montagezeiten und ein einheitliches Erscheinungsbild priorisieren. Auf der Nachfrageseite wird der Markt eindeutig vom Nichtwohnungsbau geprägt, der 2025 63,2 % des Gesamtvolumens ausmacht. Der Neubau dominiert dieses Segment (69,7 %), insbesondere im kommerziellen, Büro- und Industriebereich. Im Wohnungssektor hingegen – wo Renovierung und Neubau nahezu ausgeglichen sind – gewinnt die Sanierung an Bedeutung, gestützt durch Energieeffizienzanreize und den wachsenden Bedarf, alternde Gebäudehüllen zu modernisieren. Insgesamt bleibt der Markt 2025 ein sorgfältig ausbalancierter Mix: Reife Volkswirtschaften stützen die Nachfrage durch Renovierungen, während sich in aufstrebenden Märkten das Wachstum stärker aus der Neubautätigkeit speist. Das Wettbewerbsumfeld bleibt moderat fragmentiert. Die zehn größten Anbieter vereinen 24,9 % des gesamten Verkaufsvolumens auf sich, was Raum für Herausforderermarken lässt, sich durch Materialspezialisierung, technische Beratungsleistungen und ausgeweitete Vertriebspartnerschaften zu differenzieren. Diese Liste umfasst in alphabetischer Reihenfolge: Alucobond, Cembrit, Eternit, FunderMax, Hardie Cladding, Kronospan, Rheinzink, Rockpanel, Taylor-Maxwell und Trespa. Die Dynamiken auf Länderebene variieren, doch Premium-Positionierung, Nachhaltigkeitszertifizierungen und Lebenszyklus-Performance entwickeln sich zunehmend zu zentralen Wettbewerbsfeldern. Der europäische Markt für vorgehängte hinterlüftete Fassaden tritt in eine neue strategische Phase ein – eine, die weniger von rascher Expansion als vielmehr von selektivem, chancengetriebenem Wachstum geprägt ist. Wie die Analyse von Interconnection Consulting verdeutlicht, wird der Erfolg von Präzision abhängen: dem Verständnis subregionaler Zyklen, der Ausrichtung von Materialien auf sich wandelnde Geschäftssegmente und der Fähigkeit, eine Zukunft vorauszusehen, in der Renovierung nicht nur als Puffer dient, sondern zum wichtigsten Wachstumsmotor wird.

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Der europäische Kunstversicherungsmarkt verschiebt sich von Volumen- zu Wertwachstum

Nach mehreren Jahren der Volatilität infolge der Pandemie, Inflationszyklen und Bewertungsanpassungen tritt der europäische Fine-Art-Versicherungsmarkt in eine Phase der Stabilisierung ein, die durch tiefgreifende strukturelle Veränderungen geprägt ist – weniger durch rasante Expansion. Laut der aktuellen Marktanalyse von Interconnection Consulting wird das gesamte Prämienvolumen im Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Österreich im Jahr 2025 voraussichtlich 636 Millionen Euro erreichen. Dies entspricht einem Wertwachstum von 2,43 %, während das Vertragsvolumen nahezu stagniert und lediglich um 0,3 % zulegt. Diese Entkopplung von Prämienwachstum und Kundenvolumen verdeutlicht einen grundlegenden Strukturwandel: Das Marktwachstum wird zunehmend durch höhere versicherte Werte, inflationsbereinigte Versicherungssummen und striktere Underwriting-Standards getragen – und weniger durch die Gewinnung neuer Versicherungsnehmer.

Uneinheitliche Marktdynamik in Europa

Das gesamte Marktwachstum in Europa bleibt moderat, dennoch unterscheiden sich die Entwicklungen zwischen den Ländern deutlich.
Deutschland hat sich in eine reife, langsam wachsende Marktstruktur entwickelt, in der Combined-Policen dominieren – ein Zeichen für den Trend zu gebündelten Haushalts- und Privatversicherungslösungen. Das Vereinigte Königreich, weiterhin einer der größten Märkte Europas, wächst stabil, getragen von Londons kulturellem Umfeld und einer starken privaten Sammlerlandschaft.
Frankreich sticht mit einem der dynamischsten Wachstumsverläufe hervor, mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von +3,6 % bis 2028, befeuert durch eine außergewöhnlich aktive Kulturszene und eine wachsende Basis privater Sammler.

Im Gegensatz dazu zeigen die Schweiz und Österreich stabile, aber konservative Wachstumsentwicklungen, getragen von hochwertigen Fine-Art-Only-Policen und starken Segmenten privater Sammler.

Wie ein Branchenexperte bemerkte: „Der Markt wird nicht mehr von der Anzahl der versicherten Kunden getrieben, sondern vom Wert, den sie versichern.“

Dieser wertorientierte Wandel ist mittlerweile in ganz Westeuropa sichtbar.

Private Sammler treiben das Wachstum – Institutionen sichern die strukturelle Stabilität

Die Studie zeigt einen europaweiten Trend hin zu einer Dominanz privater Kunden.
In Frankreich und dem Vereinigten Königreich entfallen mittlerweile nahezu 65–70 % des gesamten Prämienvolumens auf private Sammler – gestützt durch eine wohlhabende Kundengruppe, häufigere Neubewertungen und ein wachsendes Interesse an zeitgenössischer Kunst. Die Schweiz bleibt der stärkste Markt für private Sammler in Europa, was auf ihre hohe Vermögenskonzentration und ihre langjährige Tradition der Kunstinvestition zurückzuführen ist.

Die Nachfrage institutioneller Kunden – Museen, Stiftungen sowie städtische und regionale Sammlungen – bildet hingegen ein stabiles Rückgrat des Marktes, insbesondere in Deutschland und Österreich. Diese Kundengruppe zeigt nur geringe Volatilität, während die Prämien infolge internationaler Leihaktivitäten und verschärfter Anforderungen im Risikomanagement stetig steigen.

Wie ein Befragter feststellte: „Leihgaben werden komplexer, internationaler und häufiger – Versicherung ist zu einem integralen Bestandteil der Ausstellungsplanung geworden.“

Temporäre Ausstellungsversicherungen gewinnen in Schlüsselmärkten an Bedeutung

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die deutliche Divergenz im Verhalten rund um temporäre Versicherungen.
Deutschland und das Vereinigte Königreich verzeichnen ein besonders starkes Wachstum im Bereich der temporären Ausstellungs- und Leihversicherungen – getragen durch ein dichtes Kulturprogramm, zahlreiche Festivals und die Nachholung pandemiebedingt verschobener Ausstellungen. Auch Frankreich zeigt anhaltende Dynamik: Dort machen temporäre Policen nahezu ein Fünftel des gesamten Prämienvolumens aus.

Die Schweiz hingegen weist einen kontinuierlichen Rückgang temporärer Versicherungen auf. Dies spiegelt eine Ausstellungslandschaft wider, die stark auf staatliche Garantien (Indemnities) und die langfristige Nutzung institutioneller Sammlungen setzt, anstatt auf häufig wechselnde Ausstellungen.

Österreich nimmt eine Zwischenposition ein: Dauerpolicen dominieren weiterhin, doch temporäre Versicherungen gehören zu den am schnellsten wachsenden Marktsegmenten – getrieben von der zunehmend internationalen Ausstellungslandschaft Wiens.

Marktstruktur und Produktmix: Eine konstante Verschiebung in Richtung Wertorientierung

Europaweit entwickelt sich Fine-Art-Versicherung zunehmend zu einem wertgetriebenen Spezialmarkt.
Während das Vertragsvolumen nur langsam wächst – häufig zwischen 0,5 % und 1,5 % pro Jahr –, steigen die durchschnittlichen Prämien und Versicherungssummen deutlich stärker. Diese Entwicklung wird von steigenden Kunstbewertungen, inflationsbedingten Kostensteigerungen in Logistik und Konservierung sowie strengerem Underwriting angetrieben.

Deutschlands Übergang zu Combined-Policen, die weiterhin starke Stellung von Fine-Art-Only-Policen in der Schweiz und Frankreichs wachsender Anteil integrierter Gewerbeversicherungen verdeutlichen eine zunehmende Polarisierung der Produktstrategien innerhalb Europas.

Das Vereinigte Königreich weist zudem einen der höchsten Anteile an Direktvertrieb in Europa auf (rund 34 %). Dennoch dominieren Spezialmakler nach wie vor das Geschäft mit hochpreisigen und institutionellen Risiken.

Der Markt bleibt generell maklergetrieben: 65,4 % des Prämienvolumens werden 2025 über Intermediäre vermittelt.
Der Direktvertrieb macht 34,6 % aus, unterstützt durch digitale Plattformen und hochwertige Haushaltsversicherungsprodukte. Allerdings bevorzugt die Komplexität des Fine-Art-Underwritings weiterhin spezialisierte Makler – insbesondere für institutionelle und vermögende Kunden.

Ausblick: Stetiges Wachstum und zunehmende Marktreife

Für die kommenden Jahre wird ein solides und diszipliniertes Wachstum bis 2028 erwartet. Treibende Faktoren sind:

  • steigende Kunstbewertungen

  • wachsende internationale Ausstellungs- und Leihnetzwerke

  • fortschreitende Digitalisierung von Underwriting- und Inventarprozessen

  • zunehmende Bedeutung klimabezogener Risiken (z. B. Feuchtigkeit, Überflutung, Hitze)

Während bestimmte regionale Eigenheiten bestehen bleiben – wie die Dominanz von Fine-Art-Only in der Schweiz oder die Zunahme von Combined-Policen in Deutschland –, zeichnet sich ein klarer übergeordneter Trend ab: Europa entwickelt sich zu einem gereiften, wertzentrierten Kunstversicherungsmarkt, geprägt von höherer Underwriting-Qualität, anspruchsvolleren Kunden und einer stärkeren Verbindung zwischen Kultur- und Finanzsystemen.

Kontakt: Interconnection Consulting Allison Carranza | Marktanalystin Tel: +43 1 585 46 23 - 50 E-Mail: carranza@interconnectionconsulting.com

Über Interconnection Consulting Seit 1998 ist Interconnection Consulting ein führender Anbieter von Marktforschung und bietet datenbasierte Analysen und umsetzbare Einblicke, um Unternehmen erfolgreich zu unterstützen.

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Führende Unternehmen vertrauen auf Interconnection Consulting

Admonter

Am IC Impulsworkshop Vertriebsoptimierung schätzen wir neben dem Praxisbezug, auch die eloquente Ausdrucksweise und die perfekte Rhetorik. Der wichtigste Nutzen für unser Unternehmen war das Thema Verkaufspipeline. Adrian Capellarie (Verkaufsleiter Admonter Holzindustrie)

Deutscher Holzfertigbau Verband

Interconnection bietet uns mit der Fertighausstudie eine plausible und veritable Datengrundlage zur Analyse der IST-Situation im Fertighausmarkt und darüber hinaus für die Einschätzung der kurzfristigen Marktentwicklung. Gerne nutzen wir diese interpretierten Daten für unsere Lobby- und Alltagsarbeit.

Thomas Schäfer (Geschäftsführer, Deutscher Holzfertigbau-Verband)

ELK

Die Fertighausstudie von Interconnection Consulting zeigt ein reales Bild der tatsächlichen Marktsituation und bildet für uns eine wertvolle Basis für unsere strategischen Entscheidungen in der Vertriebspolitik.

Gerhard Schuller (CFO ELK)

Epson

EPSON ist sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie Interconnection Consulting mit dem Markt und den Kunden kommuniziert. EPSON schätzt auch die kontinuierliche Arbeit von Interconnection, um Marktstudien, mit dem Fokus auf aktuelle Kundenbedürfnisse, zu optimieren. Daher vertraut EPSON auf Interconnection Daten für den internationalen Markt der POS-Drucker und Systeme.

T. Murakami (Markenführung, Seiko Epson Corporation)

Gaulhofer

Ich schätze an dem Forum "Impulsworkshop Vertriebsoptimierung" die relativ geringe Anzahl der Teilnehmer, das macht es einfach angenehmer! An Hrn. Berger schätze ich seinen Praxisbezug und das er den Vortrag mit Beispielen aus der Praxis verknüpft. Gefallen hat mir auch der souveräne Vortragsstil. Der wichtigsten Nutzen des Impulsworkshop Vertriebsoptimierung war für mich einerseits das wieder auffrischen bzw. die Methoden/Tools, die gezeigt wurden. Ing. Dietmar Hammer (Leitung Produktmanagement Gaulhofer)

Kontron

Der wichtigste Nutzen des Impulsworkshop Vertriebsoptimierung war aus meiner Sicht die Vorgehensweise der Stärken-Definition sowie der gesamte Ablauf. Herr Berger wirkt sehr kompetent und professionell. Fabian Freund (Sales Manager, Kontron Austria)

Österreichs Personaldienstleister

Das Tool"Jobs Intelligence Österreich" ist für viele österreichische Personaldienstleister als Unterstütung in der täglichen Vertriebsarbeit sowie für das Management bei strategischen Entscheidungen unverzichtbar geworden. In den verschiedenen Modulen werden monatlich umfassende Zahlen und Daten zur Zeitarbeit und zum Arbeitsmarkt in Österreich geliefert oder auch alle Jobanzeigen in Österreich erfasst. Das Tool besticht gleichzeitig durch seine Übersicht und intuitive Benutzerführung. Interconnection Consulting ist bei der Entwicklung individuell auf alle Benutzerbedürfnisse eingegangen und überzeugt auch mit schnellen Antwortzeiten im laufenden Betrieb.

Dr. Gertraud Höltl (Generalsekretärin Österreichs Personal Dienstleister)

Saint Gobain

Lange Erfahrung und tiefes Verständnis der Baumärkte machen die Qualität der IC-Studien aus. IC ist ein ständiger Begleiter der Marktbeurteilung und hilfreiche Entscheidungsgrundlage.

Bernd Blümmers (Directeur General, Saint-Gobain Solar Systems, Central Europe, Aachen)

Salamander

Interconnection Consulting Marktberichte liefern eine wertvolle externe Marktperspektive zu unseren internen Markteindrücken.

Pedro Posada (Geschäftsführer Salamander Industrieprodukte Spanien)

Scandinavian Business Seating

Die IC Studien geben einen sehr gut strukturierten Überblick über den westeuropäischen Büromöbelmarkt. Die Daten sind hilfreich um Marktentwicklungen und Treiber besser zu verstehen.

Beatrice Sotelo (Leiterin Business Development, Scandinavian Business Seating)

Schneider Electric

Interconnection Consulting konnte innerhalb kurzer Zeit eine hervorragende Studie liefern, die meine Erwartungen in Bezug auf Qualität und Analysetiefe übertraf. Ich empfehle Interconnection jedem Unternehmen bei jeglicher Art von Marktforschungsprojekten. Jeff Canterberry (Direktor für Strategieentwicklung und M&A, Schneider Electric)

Sodexo

Interconnection ist eine vertrauensvolle Quelle, auf die wir immer wieder gerne zurückkommen, wenn wir auf dem Markt klare Wegweiser brauchen. Christian Frey (Marketing Manager CS DACH)

Happy Clients

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Glückliche Kunden

Markets Reports

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Consulting Projects

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Beratungsprojekte

Foren and Seminars

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