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Beton bleibt in Mode


Der Markt für Betoninstandsetzung und –sanierung hat sich in den drei untersuchten Ländern (Deutschland, Schweiz, Tschechien) unterschiedlich entwickelt. Während in Tschechien der Absatz um 6,0% anstieg, entwickelte sich der Absatz in der Schweiz eher horizontal (+1,8%). Insgesamt steigt der Absatz in diesen Ländern in den nächsten Jahren um 2,8% jährlich, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Tschechien holt auf

Wie erwartet entwickelte sich der tschechische Markt im vergangenen Jahr am besten. Jedoch wird sich in den nächsten Jahren auch hier das Wachstum in Richtung westeuropäische Sättigung zubewegen. Bis 2020 erwartet Interconnection ein jährliches Wachstum von 3,2%. Die Steigerung des Absatzes um sechs Prozent war sogar trotz des unerwarteten Rückganges der Bauproduktion 2016 möglich. Allgemein hat sich der Markt für Renovierung besser entwickelt als der Neubau. Der Marktanteil der Renovierung liegt derzeit bei 62,7% und soll sich auch in den nächsten Jahren weiter erhöhen. In Tschechien ist die größte Produktgruppe der Reprofilierungsmörtel mit einem Anteil von 35,2% und diese Produktgruppe wird sich auch weiter gut entwickeln. Die Wachstumsprognose liegt bei einem jährlichen Wachstum von 4,7%. Die zweitgrößte Produktgruppe ist Spritzbeton mit einem Anteil von 27,9% und an der dritten Stelle liegt der Ankermörtel mit einem Anteil von 9,5%. Im Bereich der Kundensegmente liegt der Tiefbau mit 36,4% an der Spitze, gefolgt vom Nicht-Wohnbau – 31,6%, Wohnbau 23,5%.

Brückensanierung in Deutschland

In Deutschland stieg der Gesamtmarkt im letzten Jahr um 3,8% in Wert auf ein Marktvolumen von 88,4 Mio. Euro. Für 2018 wird ein Anstieg von 3,2% prognostiziert. Gründe hierfür sind vor allem die Erhaltung der Bausubstanz, die Realisierung verschobener Projekte sowie die staatliche Förderung der Sanierungsmaßnahmen im Bereich Brückenbau. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums befinden sich derzeit rund 2550 Brückenabschnitte in einem mangelhaften oder gar ungenügenden Zustand und müssen dringend saniert werden. Die Lage könnte sich in den kommenden Jahren noch deutlich verschlimmern. Hauptgrund für den raschen Verfall ist der stark gestiegene Warentransport.
Die größte Produktgruppe ist der Spritzbeton mit 36,2% vor dem Reprofilierungsmörtel mit 21,2% und dem Vergussmörtel mit 13,1%. Das größte Kundensegment war 2017 der Tiefbau mit einem Anteil von 32,1% und Nicht-Wohnbau (30,5%). Es wird erwartet, dass sich der Wohnbau mit einem jährlichen Wachstum von 3,3% am besten entwickeln wird. Der Neubau zeigt dabei eine stärkere prognostizierte Dynamik (+2,2% jährlich) als der Renovierungssektor (-0,2%).

Beton für Autobahnen in der Schweiz

In der Schweiz liegt das Gesamtmarktvolumen bei 33,5 Mio. Euro. Das gemächliche Wachstum von 1,8% in Menge wird sich auch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Die Entwicklung in der Schweiz wird durch mehrere Projekte im Autobahnbereich unterstützt (10 Projekte, Kosten von rund 6 Mrd. CHF, Fertigstellung des letzten Projektes 2031) vorangetrieben. Die größte Produktgruppe ist der Spritzbeton mit einem Anteil von 36,0% gefolgt vom Reprofilierungsbeton mit 25,5% und Oberflächenschutz mit 13,0%. Das größte Kundensegment war 2017 der Nichtwohnbau mit 39,5% vor dem Wohnbau mit 26,2%. Es wird erwartet, dass sich das Nicht-Wohnbau-Segment am besten entwickelt (+2,0% jährlich). Was die Geschäftssegmente betrifft zeigt die Renovierung mit einem prognostizierten Wachstum von 1,7% jährlich eine bessere Entwicklung als der Neubau (-0,8%).

Konzentrierte Märkte

Die Marktkonzentration ist in allen drei Ländern sehr stark ausgeprägt. In Deutschland decken die Top 10 Unternehmen fast vier Fünftel (78,9%) des Marktes ab, wobei die Konzentration auch tendenziell weiter steigt. In der Schweiz liegt der Anteil der Top-Five bei 76,9% – Tendenz steigend. In Tschechien liegt der Anteil der Top-Five bei 73,3%. Wichtige Unternehmen der Branche sind Sika, StoCretec oder Remmers, PCI, MC Bauchemie und Baumit.

2018-07-03 10:34:07

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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