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Parkett- und Echtholzbodenindustrie stabilisiert sich trotz starken Gegenwinds


Trotz großer Konkurrenz anderer Bodenbelagstypen wird der Parkett- und Echtholzboden in Europa auch in diesem Jahr eine Absatzsteigerung von 1,1% erfahren, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Preise steigen

Die Parkett- und Echtholzbodenindustrie befindet sich in einem herausfordernden Marktumfeld, was auch die Produzenten dazu bewegt ihre Prozesse zu optimieren und neue Strategien für ihre Produkte zu entwickeln. Die wichtigsten Einflüsse für die Industrie sind die makroökonomischen Effekte (z.B. Brexit), Bautätigkeit, die Knappheit von qualitativ gutem Bauholz, die starke Konkurrenz anderer Bodentypen und die Nachfragestruktur bei Bodenbelägen. „Gerade die letzten beiden Punkte drängen die Parkett- und Echtholzböden immer stärker in das Premiumsegment“, erklärt Jan Hudak, Autor der Studie. Dieser Effekt wird auch daran sichtbar, dass die Umsätze deutlich schneller wachsen als der Absatz. 2017 lag der prozentuelle Anstieg der Umsätze bei 2,2% während der Absatz nur um 1,2% anstieg. Diese Schere soll durch den Preisanstieg in diesem Segment, laut Interconnection, in den nächsten Jahren weiter aufgehen.

Deutschland geht die Puste aus

Die größten Märkte für Parkett- und Holzböden sind Deutschland, Frankreich und die Türkei. Gerade am größten Markt Europas in Deutschland zeigen jedoch die alternativen Bodenbeläge ihre Krallen. 2017 sank der Absatz trotz Baubooms um 0,15%. Auch in den nächsten Jahren ist höchstens mit Stagnation zu rechnen. Die stärksten Wachstumsraten am europäischen Markt verzeichnen Polen mit einem Absatzplus von 3,1% und Benelux mit 3,4%. Auch Länder wie die Slowakei (2,9%), Türkei (2,7%) und Dänemark (2,4%) können auf ein gesundes Absatzwachstum verweisen. Etwas weniger stark, wird sich das Absatzwachstum 2018 präsentieren. Nur Benelux (3,4%), Polen (2,7%) und Türkei (2,0%) schaffen es in diesem Jahr über die 2%-Marke.

Parkett dominiert

Die mit Abstand größte Produktgruppe mit einem Anteil von 85,4% sind Parkettböden. Am zweiten Platz landen die soliden Holzböden mit 12,1%. Furnierböden halten dementsprechend nur einen unbedeutenden Anteil. Bei den Parkettböden ist die stärkste Produktgruppe der Dreischichtparkett, mit langen Dielen (40%). Danach folgt der Dreischichtparkett mit breiten Dielen (31,8%) und der Zweischichtparkett mit 26%. Das dominierende Holz ist nach wie vor die Eiche mit einem Anteil von 82,6%. Danach folgen tropische Hölzer mit 4,0%, Nuss- und Fruchthölzer mit 3,6% und Esche mit 3,3%. In Europa gibt es mehr als 160 Produzenten von Parkett- und Echtholzböden. Die Top-Ten-Unternehmen kontrollieren rund 48% des Gesamtmarktes. Wichtige Unternehmen am europäischen Markt sind Boen, Baltic Wood, Unilin, Weitzer Parkett, Hamberger, Tarkett und Parador.

2018-06-12 15:52:35

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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