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Österreichische Fertighausbranche bleibt stabil


Der Absatz am Fertighausmarkt in Österreich ist im letzten Jahr um 1,1% gestiegen. Die Anzahl der errichteten Fertighäuser steigt geringer als die allgemeine Baukonjunkur, dies ließ die Fertighausquote auf 31,6% fallen (2016: 31,7%). Allerdings ist eine stabile Entwicklung der Fertighausbranche in den nächsten Jahren zu erwarten, was zu einer neuerlichen Steigerung der Fertighausquote führen wird, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt, die heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Flucht von Investitionen in Sachwerte

Insgesamt betrug das Marktvolumen des österreichischen Fertighausmarktes im vergangenen Jahr 779 Millionen Euro (+3,1% gegenüber 2016). Die Industrie profitiert dabei derzeit von den günstigen Wohnbaukrediten und der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt, wodurch viele Haushalte Mut fassen in ein eigenes Haus zu investieren. „Die derzeitige steigende Inflation führt zudem zu einer Flucht von Investitionen in Sachwerte“, so Dr. Frederik Lehner, Geschäftsführer von Interconnection. Die Anzahl der fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser stieg 2017 insgesamt um 1,6%. Dennoch zeigt ein Blick auf die erteilten Baugenehmigungen, dass das Wachstum nur kurzfristig war. Insgesamt wird die Anzahl der fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser 2018 zurückgehen, jedoch die Zahl der Fertighäuser in diesem Bereich von 4.702 auf 4.725 ansteigen. In den nächsten vier Jahren – bis 2021 – liegt das durchschnittlich erwartete Wachstum bei 0,6% pro Jahr in Menge.

Vorarlberg verzeichnet größtes Wachstum

Die Fertighausquote ist in den einzelnen Bundesländern äußerst unterschiedlich. Den niedrigsten Fertighausanteil weist Tirol auf (20,4%). Die höchste Fertighausquote hat Niederösterreich mit 42,6%. Tirol (-2,3%) und Niederösterreich sind auch die einzigen Bundesländer deren Marktwachstum im vergangenen Jahr negativ war. Das höchste Absatzwachstum verzeichnete Vorarlberg mit einem Plus von 6,6%. Starke Wachstumsraten verzeichneten im vergangenen Jahr auch die Bundesländer Salzburg (+4,5%) und Wien mit +3,5%.

Hohe Anforderungen lassen Preise steigen

2017 ist der durchschnittliche Preis um 2,0% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Zwar wachsen die Preise weniger stark als in den goldenen Zeiten der Fertighausindustrie, dennoch lassen energieeffiziente Bauten, die mittlerweile Standard in der Fertighausindustrie sind, kombiniert mit Themen wie z.B. Brandschutz und modernem Design, die Preise kontinuierlich steigen. Die hohe Nachfrage nach schlüssel- und belagsfertigen Häusern beschleunigt diese Entwicklung weiter. Hinzu kommt, dass das Bauen durch das Steigen der Grundstück- und Baumaterialpreise immer teurer wird. In den nächsten Jahren wird von einem weiteren Preisanstieg zwischen 1,3% bis 3,0% ausgegangen.

Zweifamilienhäuser als attraktive Alternative

Obwohl der Anteil belagsfertiger Häuser auf 40,8% gefallen ist, macht diese Variante noch immer den Großteil des Fertighausmarktes in Österreich aus. 2017 war der Anteil schlüsselfertiger Häuser (29,9%) erstmals höher als der Anteil ausbaufertiger Häuser. Mit den steigenden Preisen bei Fertighäusern haben auch Zweifamilienhäuser 2016 an Beliebtheit gewonnen. „Gerade die Leistbarkeit von Zweifamilienhäusern ist für junge Familien attraktiv“, weiß Dr. Lehner. So kann dieser Bereich auch an Marktanteilen hinzugewinnen. Ein anderer Bereich, der ein großes Wachstumspotential in sich birgt, ist der Bereich des betreuten Wohnens, wie die Interconnection-Experten erklären. In dieser Hinsicht zeigen sich auch jetzt schon hohe Wachstumsraten im mehrgeschossigen Wohnbau, die auch in Zukunft überproportional zum Gesamtmarkt sein werden. Einsamer Spitzenreiter ist jedoch nach wie vor das Segment der Einfamilienhäuser mit einem Marktanteil von 79,7% – Tendenz fallend. Fallender Beliebtheit erfreuen sich auch die Reihenhäuser, die dem hohen Anspruch an Individualität Tribut zollen müssen.

Expansion trifft auf Rekordjahr

Die Top-10 Unternehmen halten rund die Hälfte des Gesamtmarktes (45,2%). Der Branchenprimus Elk will jedenfalls weiter expandieren. 2018 wird das tschechische Werk von Elk in Plana erweitert. Dort soll zukünftig die Produktionskapazität bei 500 Häusern jährlich liegen. Am Produktionsstandort in Schrems im Waldviertel liegt die Kapazität bei 650 Häusern pro Jahr. „Die Vorteile der Fertighausindustrie gewinnen zunehmend auch im Bauträgergeschäft an Bedeutung. Der europäische Spitzenwert des Marktanteiles in Österreich ist auch Vorbild für die Entwicklung in Deutschland mit stetig steigenden Zuwachsraten. Dadurch ergeben sich exzellente Chancen für die Industrie deren Qualität in Österreich europaweit führend ist.“ so Gerhard Schuller, Geschäftsführer von Elk.
In sechs von neun Bundesländern ist Elk Marktführer. Glorit zeichnet sich als Platzhirsch in Wien aus. „Die Nachfrage an Immobilien am Stadtrand boomt enorm. Gerade die Bezirke über der Donau, wie der 21. und 22. Bezirk, liegen stark im Trend. Unsere Häuser und Wohnungen sind in attraktiver Umgebung, mitten im Grünen, nahe am Wasser und punkten mit TOP-Anbindung in die Innenstadt“, so Lukas Sattlegger, Marketingleiter bei Glorit. „Auch 2017 war wieder ein Rekordjahr für Glorit, der Umsatz konnte erneut um 33% gesteigert werden. Das zeigt, dass wir mit unserem Geschäftsmodell den Kunden genau das bieten, was sie brauchen. Unsere eigene Produktionsstätte am Wiener Stadtrand, die exklusive Ausstattung, höchste Qualität und das ‚Alles aus einer Hand Service‘, vom Grundstückskauf bis zur Schlüsselübergabe, sprechen zusätzlich für uns.“

2018-02-01 13:56:22

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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