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Markt für Innentüren profitiert von der Renaissance der Bauwirtschaft


Die Branche für Innentüren in Europa konnte im letzten Jahr ihren Absatz um 3,4% steigern und so das Geschäftsvolumen in den untersuchten Ländern auf über 1,8 Mrd. Euro erhöhen. Dieser Trend sollte sich auch in den nächsten Jahren, aufgrund der positiven Entwicklung am Bausektor, im gleichen Tempo fortsetzen, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Brexit zeigt Krallen

Mit einem Anteil von 37% ist Deutschland mit Abstand der größte Markt für Innentüren in Europa. Nach einem Anstieg von 1,7% in Menge konnte die Branche beim Wachstum 2016 noch einmal zulegen (+3,7%). Und auch die absehbare Zukunft wird von der Interconnection Studie sehr positiv bewertet. So soll die Branche ihren Absatz bis 2020 jährlich um 4,5% steigern. Während das Wachstum in Deutschland zulegt nimmt es in Großbritannien aufgrund von Marktunsicherheiten als Resultat des Brexits ein wenig ab, erklärt Martha Kushlyk, Autorin der Studie. Nach Steigerungsraten von 5,9% und 4,6% in den Jahren 2014 und 2015 wuchs die Industrie im vergangenen Jahr um 4,2%. Trotz des Rückganges in der Bauwirtschaft, stützten Bauprojekte, die vor dem Brexit-Votum noch nicht fertiggestellt waren die Branche. 2017 wird sich die Entwicklung entscheidend abkühlen und die Branche für Innentüren nur noch ein Wachstum von 0,9% in Menge erwirtschaften.

Frankreichs Wiedergeburt

Der französische Bausektor konnte nach Jahren der Rezession, erstmals wieder ein starkes Lebenszeichen von sich geben, das vor allem dem Wohnbau zu verdanken war. Dies war auch die Voraussetzung für den Anstieg der Branche (+1,9% in Menge). Eine ähnliche Entwicklung vermeldet Belgien, das sich letztlich, mit einem Wachstum von 2,6% in Menge auch aus den roten Zahlen befreien konnte. Die Industrie wird auch dort von einem sich gut entwickelten Baugewerbe und einem steigenden Bruttoinlandsprodukt gestützt. Der Markt für Innentüren in den Niederlanden wiederum hat bereits einige erfolgreiche Jahre hinter sich. Und auch in der nahen Zukunft wird der Markt weiterhin stark ansteigen. Bis 2020 wird ein durchschnittlicher Anstieg von 6,0% pro Jahr von Interconnection erwartet.

Vorgefärbt und günstig liegen im Trend

57,8% aller Standard-Innentüren sind vorgefärbt. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. So wird das durchschnittliche Wachstum dieses Typs 4% pro Jahr bis 2020 betragen. Diese Produktgruppe der vorgefärbten Innentüren repräsentiert vor allem das günstige Preissegment, welches in Europa vorherrschend ist (70,8%). Die zweitwichtigste Produktgruppe sind die laminierten Türen. Dieser Produkttyp weist sogar ein stärkeres Wachstum auf (+4,8/Jahr bis 2020) als die vorgefärbten Türen.

Neubau als Wachstumsgarant

Der Bausektor ist in Europa seit 2014 im Aufschwung, was vor allem den Neubau betrifft. Der Neubau hat mit fast zwei Drittel (64,7%) des Gesamtmarktes als Absatzsegment für Innentüren den größten Anteil. Da auch weiterhin davon ausgegangen wird, dass der Bausektor seine Dynamik beibehält, wird das Neubausegment in den Jahren bis 2020 mit 4,1% pro Jahr wachsen.

Konzentration nimmt zu

Der europäische Markt für Innentüren ist relativ konzentriert. Die Top-10-Unternehmen halten 55,7% der Marktanteile. Insgesamt konnten die sechs ersten Plätze ihre Marktanteile im letzten Jahr erhöhen. Die Liste der Top-Unternehmen wird dominiert von den US-Giganten Premdor und Jeld Wen und einigen europäischen Unternehmen, wie Prüm-Garant und Herholz.

2017-10-11 15:59:53

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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