News rss


Noch profitiert der Markt für Rollläden von einer dynamischen Baubranche


Das Wachstum in der Branche für Rollläden hat im letzten Jahr im DACH-Raum weiter zugelegt und lag bei 3,4% in Menge. Auch für die kommenden Jahre soll sich diese positive Entwicklung fortsetzen. Bereits 2018 sollten, laut der neuen Studie von Interconnection Consulting über 7 Millionen Einheiten verkauft werden (2016 lag die verkaufte Stückzahl bei rund 6,4 Mio.). Jedoch zeigen sich, trotz der dynamischen Baubranche graue Wolken am Horizont.

Alternativprodukte im Kommen

Das Wachstum verdankt die Branche vor allem dem rasanten Anstieg im Bauwesen. Jedoch profitiert der Sektor nicht im vollen Umfang davon. So verzeichnet der Markt eine sinkende Ausstattungsrate neuer Fenster mit Rollläden. Der Anteil neuer Fenster, die mit Rollläden gekauft wurden lag 2016 bei 36,5% und wird bis 2019, laut den Prognosen von Interconnection, auf 35,7% sinken. Ein Grund dafür ist die steigende Substituierbarkeit von Rollläden, erklärt Dr. Stefano Armandi, Autor der Studie. Alternative Sonnenschutzprodukte wie Raffstore und ZIP-Screens sind populär geworden und setzen den Rollläden immer stärker zu. Dabei bemängelt der Experte fehlende Innovationsbereitschaft der Branche um langfristig gegen die Trendprodukte dagegenhalten zu können.

Deutschland ist Wachstumsgarant

Die Wachstumsdynamik in den drei untersuchten Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz) ist äußerst unterschiedlich. Beinahe der gesamte Aufschwung wird von Deutschland beigesteuert. In der größten deutschsprachigen Volkswirtschaft lag das mengenmäßige Wachstum 2016 bei 4,1%. Die Schweiz entwickelte sich demgegenüber stabil mit einem Wachstum von 1,2%. Anders die Situation in Österreich, dort wird erst wieder in diesem Jahr mit einer Erholung der Branche gerechnet. Im vergangenen Jahr verbuchte der Rollladenmarkt in Österreich aufgrund der Bauflaute jedenfalls noch einen Rückgang von 1,3%.

Alu ist Nummer Eins

Insgesamt dominiert in allen drei Ländern Aluminium als Materialart bei den Rollläden. Gerade in der Schweiz sind Alu-Rollläden mit einem Marktanteil von 90,3% fast alternativlos. In Österreich und Deutschland beträgt der Anteil von Alu-Rollläden 69,2 respektive 71,0%. Im Gegensatz zur Schweiz gibt es in diesen beiden Ländern eine stärkere Nachfrage auch nach PVC-Fenstern (Ö: 23,5%, D: 23,1%). Der Motorisierungsgrad liegt in der Schweiz am höchsten (63,9%), danach folgt Deutschland (59,0%) und Österreich (54,7%).

Marktkonzentration steigt

Auch die Marktkonzentration legt zu und zwar vor allem in Deutschland und der Schweiz. In der Schweiz liegt der Anteil der Top 10-Unternehmen bei 68,8% und in Deutschland bei 66,0% was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt. In Österreich blieb der Top-10-Anteil stabil und liegt derzeit bei 70,5%. Zu den wichtigen Unternehmen zählen Roma, Rufalex und Schlotterer.

2017-10-02 15:15:33

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
412

Pressebilder

press-slide
press-slide