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Auslagerung von Services für Immobilien liegt im Trend


Von 2010 bis 2016 stieg der Anteil von extern vergebenen Facility Services von 45,6% auf 53,8%. Daher konnte der Markt für extern erbrachte Facility Services in Österreich auch im vergangenen Jahr zulegen. Insgesamt lag der Gesamtumsatz für extern erbrachte Facility Services in Österreich 2016 bei 5,334 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 4,4% oder 225 Millionen Euro gegenüber 2015 bedeutet. Für 2017 wird ein erneuter Zuwachs von 4,5% erwartet, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Konzentration aufs Kerngeschäft

Das Marktwachstum der externen Facility Services lag 2016 deutlich über dem nominellen BIP-Anstieg von 2,8%. Der Treiber für das tatsächliche Wachstum ist der anhaltende Trend zum Outsourcing von Facility Services. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen Unternehmen sich vermehrt auf das Kerngeschäft zu fokussieren und somit Facility Management auszulagern. Hinzu kommt, dass Basisdienstleistungen wie Sicherheit, Reinigung und technische Wartung nur gering von der wirtschaftlichen Aktivität abhängig sind, erklärt Andreas Erdpresser, Autor der Studie, die guten Aussichten für die Branche. Bis 2020 wird das externe Facility-Management, laut Interconnection, mit einer Geschwindigkeit von 4,1% pro Jahr wachsen.
Zwar ist der Markt für Immobiliendienstleistungen mit tausenden Unternehmen sehr fragmentiert, jedoch teilen sich die Top-Ten-Unternehmen immerhin 21,4% des österreichischen Gesamtmarktes untereinander auf.

CEE-Markt im Fokus österreichischer Player

Die Bedingungen für Facility-Service-Unternehmen zur Expansion nach Osteuropa sind weiterhin sehr gut. So expandieren zunehmend österreichische Dienstleister, wie Strabag, Reiwag, Blitzblank, First Facility, Simacek, Porreal ins Ausland, aber auch viele international tätige Player sind schon vor Ort.
Herr Stefan Babsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der STRABAG PFS Österreich und Leiter STRABAG PFS International, sieht Osteuropa, wo die Strabag als Baukonzern bisher schon eine starke Repräsentanz hatte, als Wachstumsmarkt. In Osteuropa ist der Grad der extern vergebenen Facility Services noch deutlich geringer, als etwa in Westeuropa wo das Outsourcing solcher Dienstleistungen schon seit vielen Jahren Usus ist. Aus diesem Grund erwartet Babsch hier ein stärkeres Marktwachstum als in Österreich, wo derzeit schon ein starker Verdrängungswettbewerb vorherrscht. In einigen Märkten konnten im letzten Jahr deutlich zweistellige Wachstumsraten für die Strabag verzeichnet werden. Zudem gibt es im Vergleich zu Österreich einen stärkeren Trend zur Bündelung von Ausschreibungen (Komplettvergabe) von Facility Services Dienstleistungen, was der Strabag als Komplettanbieter entgegenkommt.

Technische Dienstleistungen im Vormarsch

Der Löwenanteil des Gesamtumsatzes (61,3%) wird nach wie vor im Infrastruktur-Segment erzielt. Jedoch ist aufgrund des geringen Auslagerungspotentials das Wachstum in den anderen Servicebereichen stärker. Das größte Wachstum erzielten im vergangenen Jahr die technischen Dienstleistungen mit einem Plus von 6,3%. Auch in Zukunft wird dieser Bereich stärker wachsen als der Branchendurchschnitt. Ihr Anteil am Gesamtmarkt beträgt derzeit 32,3%. Die kaufmännischen Services werden im Gleichschritt mit der Gesamtbranche wachsen und somit ihren Anteil am Umsatzkuchen konstant halten.

Gesundheit ist Wachstumstreiber

Die wichtigsten Kundengruppen sind nach wie vor Industrie und Bürogebäude, wobei die Dynamik der Industrie 2016 mit +5,2% deutlich stärker ausgefallen ist. Das stärkste Wachstum ist mit einem Zugewinn im vergangenen Jahr von 5,8% im Kundensegment Gesundheit zu beobachten gewesen. Über ein Drittel der Facility-Services werden in Wien erbracht. Und auch in den nächsten Jahren wird das Wachstum bei Dienstleistungen rund um die Immobilie in der Bundeshauptstadt über dem Branchendurchschnitt liegen.

2017-06-30 14:23:28

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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