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Miettextilien in Europa entwickeln sich sportlich

2012-05-16 15:35:38


Der Markt für Miettextilien in Europa konnte sich 2011 über gute Ergebnisse freuen. Laut aktueller Studie von Interconnection Consulting sind die Umsätze in der Branche insgesamt um 3,7% auf mittlerweile 10,9 Milliarden Euro gewachsen. 2012 wird der Wachstumsschub kurzfristig etwas gebremst, um ab 2013 wieder kräftig anzuziehen. Einzelne Länder erzielen allerdings auch 2012 ein sportliches Resultat – im wahrsten Sinne des Wortes, denn Sportgroßereignisse wirken sich positiv auf die Länderperformance aus.

Miettextilien bleiben sicheres Business
Mit einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 3,3% zwischen 2009 und 2015 zeigt sich der europäische Miettextilmarkt auch in Zukunft von seiner besten Seite. Zwar muss die Branche, die sensibel auf die pessimistischen Konjunkturprognosen und segmentspezifische Schwierigkeiten wie Budgetkürzungen im Gesundheitssektor reagiert, 2012 mit einem leichten Einbruch rechnen, doch die Zahlen bleiben mit einem europaweiten Umsatzwachstum von 1,5% positiv. Zwei Länder schaffen es zudem, diesem kurzfristig rückläufigen Trend zu entkommen. Die Olympischen Spiele in Großbritannien und die Fußballeuropameisterschaft in Polen kurbeln das Geschäft besonders im Tourismussektor an, wodurch diese Länder ihr Resultat gegenüber dem Vorjahr sogar verbessern können. Ab 2013 zieht der Markt dann überall wieder an, um 2015 sogar ein Umsatzwachstum von über 4% zu erreichen.

Die Besten aus dem Westen?
Das Kerngeschäft für Miettextilien befindet sich in Westeuropa. Die größten Ländermärkte Deutschland, Frankreich, Benelux, Großbritannien und Italien mit einem jeweiligen Marktvolumen von über einer Milliarde Euro repräsentieren über 70% des Gesamtumsatzes, alle westeuropäischen Länder zusammen 96,6%. Aus Westeuropa kommen auch die marktdominierenden Unternehmen – die Top 10 halten 46,7% des Markts, Marktführer ist ein deutsches Unternehmen. Osteuropa bietet jedoch ebenfalls interessantes Potential. Drei der Länder mit den höchsten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten zwischen 2009 und 2015 befinden sich in dieser Region: Rumänien mit 16,3%, Ungarn mit 5,6% und Polen mit 5,1%. Der Wachstumsrückgang 2012 ist in dieser Region kaum zu spürbar, das durchschnittliche jährliche Wachstum deutlich über 4%. Allerdings sind auch die meisten westeuropäischen Ländern noch weit von einer Sättigung des Markts entfernt. Die Wachstumssieger des Westens liegen allerdings im Norden Westeuropas, da diese Länder weniger von der europäischen Konjunktur abhängig sind. So können Dänemark und Norwegen mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 6,3% und 5,0% ohne Probleme mit den osteuropäischen Stars mithalten.

Putztuchservices auf dem Weg nach oben
Schutzkleidung ist mit 38,8% Umsatzanteil in 2011 die größte Produktgruppe innerhalb der Miettextilbranche in Europa und kann diesen Anteil in den kommenden Jahren noch ausbauen. In Osteuropa allein liegt der Anteil sogar bei fast 50%. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Segments über den Zeitraum von 2009 bis 2015 beträgt in Gesamteuropa attraktive 3,6%. Den zweitgrößten Teil des Kuchens hält Weißwäsche mit 19,4%, wobei dieses Segment zukünftig Anteile verlieren wird. In Osteuropa stellt Waschraumhygiene und Handtuchrollen mit 16,7% die zweitgrößte Produktgruppe, ebenfalls mit leicht rückläufigem Trend. Es zeigt sich also ein klares West-Ost-Gefälle hinsichtlich der Segmentdominanz. Ein Rohdiamant unter den Produktgruppen ist der Putztuchservice. Derzeit noch eine Marktnische mit einem Umsatzanteil von 2,8% in 2011, werden in diesem Segment Wachstumsraten von über 5% für die kommenden Jahre erwartet.

Arbeit, Freizeit und Gesundheit bewegen den Textilverleihmarkt
Nicht nur unser tägliches Leben, auch der Miettextilmarkt wird von drei zentralen Themen beherrscht: Arbeit, Freizeit und Gesundheit. Die Kundensegmente Industrie, Handwerk und Handel, Krankenhäuser, Pflegeheime und Sanatorien sowie Tourismus und Gastronomie beherrschen in dieser Reihenfolge sowohl den Umsatz als auch das Umsatzwachstum. Industrie, Handwerk und Handel ist der größte Sektor mit einem Umsatzanteil von 38,1% in 2011, gefolgt von Tourismus und Gastronomie mit 28,4% und dem Gesundheitssektor an dritter Stelle mit 24,6%. Das durchschnittliche jährliche Wachstum zwischen 2009 und 2015 beträgt in allen drei Bereichen 3,4%. Bei näherer Betrachtung der Region Osteuropa zeigt sich erneut ein Unterschied zu Westeuropa. Bei gleichem Ranking der drei Sektoren erreicht Industrie, Handwerk und Handel einen Umsatzanteil von 57,8%. Die übrigen Segmente haben enormen Aufholbedarf gegenüber dem reicheren Westen, der mehr Geld für Freizeit und Gesundheit erübrigen kann.

Wettbewerbsvorteil durch lokale Marktpräsenz
Trotz hoher nationaler Unterschiede wird sich der Miettextilmarkt zu einem gesamteuropäischen Markt entwickeln. Dafür ist eine lokale Marktpräsenz notwendig, die sehr oft durch Firmenaufkäufe stattfindet. Weitere Übernahmen von lokalen osteuropäischen Unternehmen durch die großen Namen aus Westeuropa werden an der Tagesordnung bleiben, bis der Markt konsolidiert ist.

>> Über Interconnectionconsulting

Interconnection Consulting ist das führende europäische Marktforschungsinstitute in der Textilindustrie. Der Fokus liegt auf komplexer branchenorientierter Marktforschung. Neben dem Markt für Miettextilien werden in rund 40 verschiedenen Branchen regelmäßig internationale Marktstudien inklusive Wettbewerbs- und Distributionsanalysen erstellt. Zudem werden laufend Auftragsstudien für die Bereiche Markenwert, Preisfindung, Produkttest, Zufriedenheit sowie Markt- und Distributionsanalysen durchgeführt.

Das IC-Market Tracking® ist eine regelmäßig für die unterschiedlichsten Branchen durchgeführte Markt- und Branchenanalyse, wobei wesentliche Informationen für nationale, europäische und internationale Märkte erhoben und analysiert werden.


Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.



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